Comment on my work on Vivian Maier

A big thanks to Robin Plankenauer (Kleine Zeitung) who interviewed me on my work on Vivian Maier.
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Out now!

Vivian Maier

und der gespiegelte Blick

 

Nadja Köffler

 

» Iam a sort of a spy!« (Vivian Maier) – Dieser Satz zählt zu den eindrücklichen Selbstbekenntnissen einer Fotografin, die zu Lebzeiten ein Schattendasein fristete und deren unkonventionelles Leben jede Betrachterin/jeden Betrachter ihres fotografischen Werkes beim Eintauchen in ihre Geschichte selbst zur Spionin/zum Spion werden lässt.

»
Gefunden« wurde Vivian Maier (1926-2009), so der Titel des berühmten Dokumentarfilms zu ihrer Entdeckungsgeschichte (»Finding Vivian Maier«), im Jahr 2007 im Rahmen einer Auktion ihrer Bilder und Habseligkeiten in Chicago. Seither ziert die 2009 verstorbene Maier immer wieder die Titelblätter der Medien, vor allem, weil ihr Nachlass mehr als 150.000 Fotografien von guter bis herausragender Qualität umfasste, Maier zu Lebzeiten als Fotografin jedoch unbekannt blieb. Trotz des heutigen Wissens um Vivian Maiers Leben in Zurückgezogenheit und ihrer Entscheidung der Nicht-Veröffentlichung ihrer Fotografien, hat sich geradezu ein Hype um Maier entwickelt und das Geschäft mit ihren Fotografien boomt. Eine Publikation jagt die nächste, mit dem Anspruch, noch tiefer in Maiers Lebensgeschichte zu graben, als es die Vorgängerarbeiten taten (»Digging Deeper Into Maier’s Past« – so der Titel eines Beitrags in der New York Times), immer auf der Suche nach der »real« Vivian Maier oder ihrer »real story«. Dadurch, dass niemand Maier gut zu kennen schien – so der bekannteste Maier-Entdecker in einem Interview – wird »a lot room for the imagination to create who she was« (John Maloof) freigegeben. Konsequent als unheimliche und zum Teil lasterhafte Figur seitens ihrer vorwiegend männlichen Entdecker medial zurechtgestutzt, ließ sich Maier als »mystery woman« bisher gut verkaufen.

Dieser Band sucht als Gegenantwort zur medialen ›Domestizierung‹ und Mystifizierung von Maier daher nach dem feministischen Tenor und künstlerischen Selbstverständnis in ihren Selbstporträts. Indem Maier in dieser Arbeit bewusst als Foto-Künstlerin adressiert wird und ihr Werk eine gendertheoretische Kontextualisierung erfährt, wir die verkürzt-einseitige Darstellung von Maier als verschrobenes Kindermädchen infrage gestellt und damit einen Anstoß dafür liefern, Maiers Bilder auch anders lesen und verstehen zu können als bisher geschehen ist.

 


Coming Soon ...

 

Vivian Maier

und der gespiegelte Blick

Fotografische Positionen zu Frauenbildern im Selbstporträt

 

Nadja Köffler

 

Die posthume Entdeckung der US-amerikanischen Fotografin Vivian Maier (1926-2009) schrieb Schlagzeilen. Internationale Ausstellungen sowie mehrere Fotobände und Dokumentarfilme erzählen heute die Geschichte der zu Lebzeiten ungesehenen Künstlerin. Eine wissenschaftliche Aufarbeitung von Maiers Oeuvre und seiner Rezeption stellt jedoch noch ein wesentliches Forschungsdesiderat dar.

 

Der vorliegende Band nähert sich Maiers Arbeiten werkanalytisch und sucht als Gegenantwort zur medialen Mythologisierung von Maier als »Nanny Photographer« nach dem feministischen Tenor und künstlerischem Selbstverständnis in ihren Selbstporträts. Durch seine ikonografische Ausrichtung betritt der Band Neuland in einem bis dato vorwiegend genealogischen Diskurs und erweist sich als bedeutsam sowohl für die Geschlechterforschung als auch im Feld der Erforschung wichtiger Persönlichkeiten mit Österreichbezug. 

 

Mit einem Geleitwort von Martin Sexl und künstlerischen Beiträgen von Federico Italiano, Jessica Krecklo Naidu und Anna Kus Park.

 

 

 

 

 

 

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Discuss With Us!

Universität -

von Bildung zu Kompetenz?!

 

Sind Universitäten (insbesondere die Geisteswissenschaften) in der Gesellschaft, die sie trägt (und finanziert), verankert und helfen sie dabei, (gesellschaftliche) Probleme zu lösen?

Sollen sie das überhaupt tun? Sollen Universitäten bilden oder ausbilden? Sind sie noch ein Ort der Bildung und der Freiheit von Forschung und Lehre? Waren sie es jemals?

Wofür stehen Universitäten heute und wohin bewegen sie sich?

 

Wo: Literaturhaus am Inn (Innsbruck)

Wann: 10. Dezember 2018

Wer: Hanno Millesi, Nadja Köffler & Martin Sexl (Moderation)


Award received!

©Līga Sakse

Emerging Scholar Award

 

Happy to announce that I was awarded one of the
Emerging Scholar Awards for the

The Ninth International Conference

On The Image 2018
Hong Kong Baptist University (China)

Great experience! Great people!

 



New Volume - Available Now!

Bildung & Liebe:

Interdisziplinäre Perspektiven

(Nadja Köffler, Petra Steinmair-Pösel, Thomas Sojer, Peter Stöger, Eds., 2018)

 

Liebe ist ein Schlagwort, das in jüngsten Bildungsdiskursen zum Tabu avancierte und nur mit äußerster Vorsicht Eingang in die Fachliteratur findet. Zu fließend sind die Grenzen zum sexuellen Missbrauch – zu aufgeblasen und nichtssagend ist ihr inflationärer Gebrauch in den Massenmedien.

 

Was bedeutet aber ein Bildungsbegriff, der sich gänzlich dessen entledigt, was wir als Liebe verstehen? Der Band plädiert für eine Neubesinnung und versammelt Beiträge aus Philosophie, Pädgogik, Sozialethik, Entwicklungspsychologie sowie den Medienwissenschaften, der Humanethologie und der Missbrauchsprävention.

 

Mit Beiträgen von

Sabine Seichter, Hubert Brenn, Walter Schaupp,

Hans Ernst, Samuel D. Rocha, Peter Stöger,

Petra Steinmair-Pösel, Peter Mosser, Andreas Schiel etc.

 

 

 

 

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Vivian Maiers 'Female Gaze' - WestLicht (Vienna)

© harald 1150

Führung: Vivian Maier - Der weibliche Blick

WestLicht Wien

 



Blog On Academic Life

Prekäre Lebenswelt: Wissenschaft. Eine Blog-Reihe über akademische Minenfelder, unwissenschaftliche Wissenschaftlichkeit und körperloses Flaschengeist-Dasein

 

Prekär – prekärer – Wissenschaftswelt?

Eine Steigerungsform, die treffender kaum ausfallen könnte, führt man sich die Realität gelebter Wissenschaft im öffentlichen Dienst zu Gemüte: Promotionswut trifft auf die Rarität entfristeter Anstellungsverhältnisse. „Postdoctraumatische Belastungsstörungen“ (Agarwala 2015) wetteifern mit der akademischen Unvereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familiengründung und naiver Wissenshunger wird zum Motor für eine Maschinerie, die aus Hochschulsicht mindestens 90 Prozent ‚Abfall‘ (vgl. Agarwala 2015) erzeugt. So viel steht fest: Das Privileg wissenschaftlichen Arbeitens an der Alma Mater fordert das Opfer des Prekariats. Prekarisierung hat als transversales Phänomen (vgl. Marchart 2013) damit längst die Wissenschaftswelt erreicht. Zeit für eine kritische Stellungnahme! Der nachfolgende Beitrag leitet diesem Anliegen folgend die Blog-Reihe „Prekäre Lebenswelt: Wissenschaft“ ein, die in den nächsten Wochen vier Stimmen Gehör schenken wird, die im akademischen Prekariat ihren Arbeitsalltag bestreiten. Ob nun die Professor_innenstimme spricht oder die des wissenschaftlichen Mittelbaus, alle sind sich einig, dass der schnelle Rhythmus der Drittmittel-Wissensgenerierung gepaart mit einer fühlbaren Unsicherheit im Befristungswettlauf den „Köpfen“ – wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch ‚liebevoll‘ genannt werden – das Leben schwermachen ...

Foto: taubstumm, Nadja Köffler, 2017



Photograph published!

Very happy to announce that one of my photographs from the selection seh(e)n.sucht.welten was chosen to be published in the German journal Soziologie Magazin (2/17) and can be found on the cover and also on page 76.


Available now...

Die Ikonographie des Weiblichen

 

Ikonographische Formen der massenmedialen Repräsentation und Konstruktion der femme nouvelle am Beispiel der Kodak-Werbekampagnen in anglo-amerikanischen Printmedien des 20.Jahrhunderts

 

Nadja M. Köffler

 

 

Das Kodak Girl erzählt eine Erfolgsgeschichte einer über hundertjährigen Werbekampagne. Dabei zeigt die Bilderwelt mehr als nur das Sujet einer fotografierenden Frau. Nadja M. Köffler skizziert in ihrer bildtheoretischen Untersuchung, wie diese Kampagne das öffentliche Frauenbild zwischen femme nouvelle und der sittlichen Familienmutter über die Jahrzehnte massenmedial aufgreift und andererseits konstruiert. Anhand exemplarischer Bildanalysen offenbart sich hinter der werbetechnischen Raffinesse eine gendertheoretische Verstrickung, der Frau und Mann gleichermaßen anheimgefallen sind.


Available now...

Literaturberge, Lorbeerkränze und Halbgötter - Lust- und Frustvolle Geschichten rund ums Promovieren

Nadja M. Köffler, Evi Agostini & Livia A. J. Rößler (Eds.)

 

Wer kennt ihn nicht, den Promovierenden zwischen dissertationsspezifischen Höhen- und Sturzflugmanövern? Er stöhnt, er rauft sich die Haare, er altert zusehends, und schließlich entgleitet ihm doch ein Seufzer der Erleichterung: Das Opus Magnum scheint endlich vollbracht. Wie nah Lust und Frust im Promotionsprozess beieinanderliegen, offenbaren die in diesem Band erzählten Anekdoten auf treffliche Art und Weise. Über dreißig Promovierende und Promovierte enthüllen ungeschönt Intimes rund um den begehrten Doktortitel. Defensio-Traumata, Phasen der Alkoholabhängigkeit oder aber auch erfüllende Betreuungsbeziehungen und umschlagende Erkenntniseuphorie entführen in die Welt der mit Doktorwürde (bald) Gesegneten. Das Buch liefert jenen, die sich aktuell in der Gemengelage des Promovierens befinden, Genugtuung mit ihren skurrilen Erfahrungen nicht allein dazustehen. Jenen, die nach Jahren der Begleitung von Promovierenden kaum mehr Licht am Ende des Tunnels sehen, bringt es die trostspendende Erkenntnis, dass es sie auch weitaus schlimmer hätte treffen können. Jenen wiederum, die mit dem Besteigen des Promotions-Olymps liebäugeln, verrät es, dass bei diesem Unterfangen einiges auf sie zukommen wird …
Summa Summarum: „Literaturberge, Lorbeerkränze und Halbgötter. Lust- und frustvolle Geschichten rund ums Promovieren“ ist ein Buch für Zwischendurch – besonders dann, wenn einem nach Schmunzeln, Staunen oder ungläubigem Kopfschütteln ist.


Come and visit us on the 29th of June 2017 in Schloss Büchsenhausen...

TABULOSE UNI? GRENZGÄNGE IN BILD UND DIALOG

 

Bei der  Veranstaltung handelt es sich um den Abschluss des transdisziplinären sowie forschungs- und anwendungsbezogenen Projekts zum Thema „Grenzgänge und Grenzüberschreitungen im universitären Kontext“, welches auf Basis empirisch gewonnener Erkenntnisse die Erstellung eines studentischen Kurzfilms vorsah. Realisiert wurde dieses Filmprojekt im Rahmen des zweisemestrigen Proseminars „Grenzgang & Grenzüberschreitungen: Performativ-inszenierte Annäherungen an Tabuisiertes an der Hochschule im Medium des Films – Klappe & Action“, das 2016 mit der Förderung „Innovative Lehrprojekte 2016“ausgezeichnet wurde.

Den ersten Teil der Veranstaltung bildet die öffentliche Vorstellung (Prämiere) des Kurzfilms Spondeo - Lost Oaths in Academia, welcher  Grenzgänge und Grenzüberschreitungen (Tabubrüche) an Universitäten aufarbeitet und das Obszöne, Gewalttätige, Unheimliche und Erotische im Sinne einer reflektierten Gesellschaftskritik performativ-reflexiv in Szene setzt sowie einem sinnlich-ästhetischen Erfahrungsprozess aussetzt.

Vor dem Hintergrund der Filmpräsentation und dort aufgeworfener Themen erfolgt im zweiten Teil der Veranstaltung die öffentliche Diskussion von unausgesprochenen Übereinkünften in formalen Bildungskontexten mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kunst, Wissenschaft und Politik. Indem Tabus und Tabubrüche im Hochschulkontext gemeinschaftlich reflektiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, nötigen sie zur Begründung eigener Verhaltensorientierungen und zur Reflexion selbstverständlicher Wertsetzungen. Damit beinhalten sie die Chance zu Veränderungen und Innovation hochschulischer Institutionen und involvierter Personen (DozentInnen, StudentInnen etc.). Die Dissemination im Rahmen der öffentlichen Podiumsdiskussion wird von den Studierenden aus- und mitgestaltet. Die Studierenden sind dadurch in Prozesse der wissenschaftlichen und künstlerisch-filmischen Dissemination von Erkenntnissen eingebunden, wodurch wesentliche Schritte wissenschaftlichen und künstlerischen Arbeitens kreativ und ansprechend vollzogen werden.


Lost Oaths in Academia - Visit us on the 29th of June 2017...


© Nadja M. Köffler 2018